Flüchtlinge – Fachkräfte von morgen?

einladung-inlaenderstammtisch-15Die SPD Bergedorf lädt am 29. November um 19.30 Uhr in das SPD-Haus, Vierlandenstraße 27, zu einem Inländerstammtisch zum Thema “Flüchtlinge – Fachkräfte von morgen?” ein mit Dr. Melanie Leonhard, Hamburgs Senatorin für Arbeit, Soziales, Familie und Integration, Thomas Buhck, Vorsitzender des Bergedorfer Wirtschaftsverbandes WSB, und Fritz Schellhorn, Obermeister der Innung Sanitär, Heizung und Klima.

Die Integration von Flüchtlingen kann langfristig nur gelingen, wenn sie eine Perspektive haben. Ausbildung und Arbeit sind dabei zentrale Faktoren. Deshalb versucht Hamburg einiges, um Flüchtlinge in Ausbildung und Arbeit zu bringen, damit sie womöglich die Fachkräfte von morgen werden. Ein Ansatz ist das Projekt W.I.R (Work and Integration for Refugees), das die beruflichen Kompetenzen und Bedarfe der Flüchtlinge feststellt und Kontakte zu Unternehmen herstellt. Wie funktioniert das Projekt konkret und wie viele Menschen wurden bislang betreut? Welche weiteren Anstrengungen unternimmt Hamburg, um Flüchtlinge in Arbeit und Ausbildung zu bringen? Wie sieht die berufliche Situation der Flüchtlinge im Bezirk Bergedorf aus? Was kann die Bergedorfer Wirtschaft für die Integration von Flüchtlingen tun?

Diese und weitere Fragen wollen wir beim 15. Inländerstammtisch mit unseren Referenten und Ihnen gemeinsam diskutieren. Zur besseren Planung bitten wir um eine Anmeldung  im SPD-Kreisbüro, Vierlandenstr. 27, 21029 Hamburg, Tel. 721 49 13, Fax: 721 91 80 oder per E-Mail unter info@inlaenderstammtisch.de. Wir freuen uns auf Sie!

Simone Gündüz, Michael Schütze

Literatur verbindet – Migranten lesen Geschichten von und über Migranten

Einladung LiteraturFremd ist nur das, was man nicht kennt. Fremdes kann man kennenlernen, indem man reist, mit Menschen anderer Kulturen ins Gespräch kommt oder auch liest. Bücher können den Horizont erweitern und uns den Blick für fremde Kulturen öffnen, uns ihnen näher bringen, kurzum: Literatur verbindet! Unter diesem Obertitel mit der Ergänzung “Migranten lesen Geschichten von und über Migranten” lädt der Inländerstammtisch der SPD Bergedorf am 01. Oktober um 19 Uhr ins Haus brügge, Leuschnerstraße 86, zu einer Literaturlesung ein. Laila Halim aus Afghanistan, Henry Akanno aus Nigeria und Simone Gündüz aus der Türkei lesen Geschichten von und über Migranten vor. Um Anmeldung wird gebeten im SPD-Kreisbüro, Am Pool 41, 21029 Hamburg, Tel. 721 49 13, Fax: 721 91 80 oder per E-Mail unter info@inlaenderstammtisch.de.

Es gibt mittlerweile eine stattliche Anzahl Bücher, in denen Migranten von ihren Erfahrungen in Deutschland berichten. Das sind manchmal traurige, manchmal lustige Begebenheiten. Und es gibt eine Reihe von Büchern, in denen Migranten mit ihren Lebenswegen nach und in Deutschland porträtiert werden. Alle diese Geschichten bringen uns diesen Menschen und den Kulturen ihres Herkunftslandes näher, schaffen Verständnis und bringen Erkenntnis.

Wir haben deshalb drei Migranten eingeladen, die Geschichten von und über Migranten in Deutschland vorlesen. Natürlich besteht im Anschluss an den jeweiligen Vortrag die Gelegenheit, über das Vorgelesene zu diskutieren. Wir freuen uns auf einen anregenden und interessanten Abend mit Ihnen!

Simone Gündüz und Michael Schütze

Doppelte Staatsbürgerschaft wird erleichtert

Der Deutsche Bundestag hat am 03. Juli eine Reform des Staatsangehörigkeitsrechtes beschlossen. Damit wird für Kinder ausländischer Eltern, die in Deutschland geboren und aufgewachsen sind, die sogenannte Optionspflicht abgeschafft. Diese sieht vor, dass sich junge Migranten bis zu ihrem 23. Lebensjahr entscheiden müssen, ob sie die deutsche oder die Staatsangehörigkeit ihrer Eltern behalten wollen. Für mehr als 500.000 junge Migranten entfällt dieser Entscheidungszwang nun. Denn Wer bis zum 21. Lebensjahr acht Jahre lang in Deutschland gelebt oder sechs Jahre eine Schule in Deutschland besucht einen deutschen Schul- oder Berufsbildungsabschluss gemacht hat, kann jetzt beide Pässe behalten. Vermutlich werden das mehr als 95% der Optionspflichtigen sein.

Dazu erklärte die Staatsministerin und Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Aydan Özoguz: “Mir ist besonders wichtig: Nicht die Jugendlichen müssen in die Ämter laufen, sondern die Behörden müssen bei Zweifeln auf die Jugendlichen zugehen. Und die Kinder haben einen Anspruch auf frühe Klärung, ob sie beide Pässe behalten können. Das heißt: In der Regel wird sich die Optionspflicht bereits für ein achtjähriges Kind erledigt haben. Auch die Härtefall-Regelung im Gesetz wird helfen: Denn so unterschiedlich die Jugendlichen sind, so unterschiedlich sind ihre Lebenswege. Darum muss der enge Bezug zu Deutschland auch jenseits der festgelegten Kriterien nachweisbar sein.”

Klar ist aber auch, die SPD wollte die Optionspflicht generell abschaffen, musste sich jedoch mit den Koalitionspartnern von CDU und CSU auf einen Kompromiss einigen. Unter diesen Umständen lässt sich das Ergebnis sehen, auch wenn man nicht völlig zufrieden sein kann.

Michael Schütze

Newsletter zu Migration und Vielfalt in Bergedorf erschienen

Das Bezirksamt Bergedorf bringt seit Neuestem einen Newsletter Migration und kulturelle Vielfalt in Bergedorf heraus, der vom Bergedorfer Integrationsbeauftragten Jorge Birkner verantwortet wird. Darin wird über aktuelle Themen rund um das Thema Migration und Integration berichtet. In der ersten Ausgabe, die jetzt erschienen ist, geht es u.a. um den geplanten runden Tisch zur öffentlichen Unterbringung von Flüchtlingen in der Brookkehre und die Bergedorfer Weltreise.

Einbürgerungen in Hamburg auf Rekordwert

Die seit 2011 laufende Einbürgerungskampagne des Hamburger SPD-Senats zeitigt weiter Erfolge. Im letzten Jahr erhielten 46.000 Hamburgerinnen und Hamburger mit ausländischem Pass Post von Bürgermeister Olaf Scholz mit der Bitte, sich einbürgern zu lassen. 7329 Menschen nahmen das Angebot an und ließen sich 2013 einbürgern, 27,8% mehr als 2012, als es 5736 waren.

Die meisten Antragsteller kamen aus der Türkei (1344), Afghanistan (1175), dem Iran (502), Polen (441) und der Russischen Förderation (280). Inzwischen wurden 90.000 der 137.000 Menschen mit ausländischem Pass in Hamburg vom Bürgermeister angeschrieben. Das gute Einbürgerungsergebnis ist auch darauf zurückzuführen, dass die Antragsbearbeitung mittlerweile nur noch 6 Monate beträgt. Im Vergleich zu 2009 hat sich die Zahl der Einbürgerungen sogar fast verdoppelt. Von diesen Ergebnissen zeigt sich Bürgermeister Olaf Scholz auch beeindruckt: “Nirgendwo in der Bundesrepublik, gemessen an der Einwohnerzahl, erhalten so viele Menschen den deutschen Pass wie bei uns. Und nirgendwo wird eine so moderne Zuwanderungs- und auch Flüchtlingspolitik betrieben.” Dazu gehörten auch der Vertrag mit den Muslimen und Aleviten sowie das Anerkennungsgesetz für ausländische Berufsabschlüsse.

SPD Bergedorf für Erhalt der Stelle des Integrationsbeauftragten

In einer Kreisdelegiertenversammlung beschloss die Bergedorfer SPD auf Antrag der SPD Lohbrügge, dass es im Bezirksamt Bergedorf weiterhin eine Integrationsfachkraft geben müsse. Entsprechend forderten die Delegierten die SPD-Fraktion in der Bezirksversammlung und den Bezirksamtsleiter auf, sich für den Erhalt der Stelle einzusetzen. Außerdem solle Hamburg einen finanziellen Beitrag zur Umsetzung seines Integrationskonzeptes leisten.

In Bergedorf gibt es mehr als 30% Migranten. Um deren Integration kümmert sich eine Integrationsfachkraft im Bezirksamt, Jorge Birkner. Dieser macht ausweislich einer Großen Anfrage der SPD-Bezirksfraktion eine hervorragende Arbeit. Zudem stellt die steigende Zahl von Flüchtlingen in Hamburg und Bergedorf eine weitere Herausforderung dar, die aktiv angenommen werden muss. Vor diesem Hintergrund ist es absolut geboten, die im Juni auslaufende Personalstelle zu erhalten. Weiterlesen

Koalitionsvertrag bringt Verbesserungen für Migranten

Der im November bereinbarte Koalitionsvertrag zwischen CDU/CSU und SPD bringt einige spürbare Verbesserungen im Bereich der Integrationspolitik:

Der größte Erfolg ist gewiss die Abschaffung des Optionszwanges. Mit dem im Jahr 2000 geänderten Staatsbürgerschaftsrecht erhalten alle in Deutschland geborene Kinder ausländischer Eltern automatisch den deutschen Pass. Zugleich wurden sie auf Wunsch von CDU/CSU aber gezwungen, sich bis zum Alter von 23 Jahren zu entscheiden, ob sie die deutsche Staatsangehörigkeit behalten wollen oder die ihrer Eltern. Die SPD hat lange dafür gestritten, diese unsinnige Regelung abzuschaffen. Nun ist das gelungen. Mehr als 500.000 junge Menschen mit doppelter Staatsbürgerschaft profotieren davon. Weiterlesen

Schwimmunterricht für muslimische Mädchen möglich

Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat am 11. September in einem Grundsatzurteil entschieden, dass es muslimischen Mädchen grundsätzlich zuzumuten ist, am Schwimmunterricht in den Schulen teilzunehmen, auch wenn der nicht nach Geschlechtern getrennt wird. Um den religiösen Glaubensvorschriften und Empfindungen Genüge zu tun, sei die Benutzung eines Burkinis ausreichend. Im übrigen gelte: “Das Grundrecht der Glaubensfreiheit vermittelt grundsätzlich keinen Anspruch darauf, im Rahmen der Schule nicht mit Verhaltensgewohnheiten Dritter – einschließlich solcher auf dem Gebiet der Bekleidung – konfrontiert zu werden, die außerhalb der Schule an vielen Orten bzw. zu bestimmten Jahreszeiten im Alltag verbreitet sind.”, urteilte das Gericht weiter.

Die stellvertretende SPD-Vorsitzende Aydan Özoguz begrüßte das Urteil: “Ich freue mich, dass das Gericht seine Entscheidung nach sehr sorgfältiger Prüfung und Abwägung getroffen, die Glaubensfragen mit einbezogen und dieses auch in seiner Erklärung transparent gemacht hat. Der Schwimmunterricht ist ein wichtiger Bestandteil des Schulunterrichts und die Fähigkeit zu Schwimmen, auch für Mädchen, unabdingbar.” Weiterlesen

Elifs Männer – eine gelungene Filmvorführung

Gut besuchtes Haus brügge bei der Vorführung von "Elifs Männer"

Gut besuchtes Haus brügge bei der Vorführung von “Elifs Männer”

Am 31. August hatten Simone Gündüz und Michael Schütze vom Inländerstammtisch zu einer Vorführung des Films “Elifs Männer” in das Haus brügge eingeladen. Knapp 60 Interessierte kamen und schauten sich den Film an, der von den Erfahrungen von drei Generationen türkischer Migranten in Deutschland aus der Sicht der Familie von Kazim Abaci, integrationspolitischer Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion, handelt.

Im Anschluss an die rund eineinhalbstündige Vorführung gab es eine fast einstündige, angeregte und von Schütze moderierte Diskussion mit Kazim Abaci und Markus Fiedler, dem Regisseur des Films. Dabei wurde die zentrale Thematik des Films erörtert, nämlich wie ist es türkischen Migranten der ersten Generation in Deutschland ergangen? Warum haben sie ihre Familie in der Türkei zurückgelassen und welche Konflikte sind daraus entstanden? Auch über die Darstellung teils sehr intimer innerfamiliärer Konflikte wurde gesprochen. Weiterlesen